Vereinsleben / Presse

Kienbaum III – 27.-29. Mai 2011

Von 31. Mai 2011 Februar 4th, 2014 No Comments

Koppeltraining für Spätstarter

von Ilona

Die Kurzvariante:

  • wunderschönes Wochenende mit ambitionierten und lustigen Sportlern
  • hartes und effektives Training mit der nötigen Ruhe zur Entspannung
  • luxuriöses Wohn- und Trainingsambiente in den neuen Pavillons in Kienbaum I
  • Lufthunger, Rudelgucken, Kröten lecken uvm.

Der ausführliche Bericht:

Freitag, 16.15 Uhr Ankunft in Kienbaum und Weiterfahrt nach Kienbaum II. Dort wartete schon das halbe Trainingsteam auf der Suche nach Dirk. Ein Anruf beim Trainer genügte und ein breites Lächeln legte sich auf alle Gesichter. Diesmal waren wir in Kienbaum I, Pavillon 9 unweit vom See und der Blockhaus-Sauna untergebracht. Die Pavillons sind wirklich komfortabel. Im Keller gibt es einen sehr gut ausgestatteten Fahrradkeller mit ausreichend Aufhängungen für die Räder und einen Trockenraum mit Waschmaschine. Die Zimmer sind hell und groß, haben Fernseher und Telefon. Selbst die Bäder mit Tageslicht sind doppelt so groß wie in Kienbaum II. Alles in allem – Luxus pur!

Um 17.00 Uhr war Treffpunkt in der Schwimmhalle, die eher einer Sauna glich. Es war stickig und heiß, das Wasser lauwarm – ein echtes Kontrastprogramm zum Ankogelbad. Der Trainingsplan war knackig und gegen Trainingsende waren auch schon die ersten Erschöpfungszustände bei uns Sportlern ersichtlich. Nach dem Abendessen saßen wir gemütlich im Dachgeschoss des Pavillons bei Wein und Bier und netten Gesprächen zusammen und ließen den Abend ruhig ausklingen. Im übrigen wurden wir von DOB in die Geheimnisse des Indianer-Krauls eingeweiht und ich weiß jetzt endlich, warum die Kinder und Jugendlichen das immer und immer wieder trainieren.

Samstag, 06.30 Uhr Wasserzeit – eine Erfrischung war die Schwimmhalle und auch das Wasser immer noch nicht. Dafür fiel es einem aber nicht schwer, vom warmen Bett ins lauwarme Wasser zu springen und eine gute Stunde zu trainieren: unter anderem „Indianer-Kraul“ und Orientierungsschwimmen, denn DOB, Elke und ich wollten eventuell am Abend ein kleines Neotestschwimmen veranstalten. Nach dem ausreichenden Frühstück ging es zum Koppeltraining auf die Asphaltstrecke. Jeder gab sein Bestes, die Wechsel wurden mit jedem Durchgang schneller, das Sprinttempo war hoch und die Carbon-Rennmaschinen surrten an einem nur so vorbei. Das ganze bei angenehmen Temperaturen, ein wenig Wind und Sonne. HERRLICH! Die zwei Stunden vergingen wie im Fluge.

Am Nachmittag begaben sich alle auf Radausfahrt durch das Brandenburger Land. Die Konditionsstärkeren unter uns fuhren eine knappe 90 km-Runde. Wir Frauen waren mit einer lockeren 57 km Runde über Felder, durch verschlafene Dörfer und entlang der Spree sehr zufrieden und machten sogar noch Halt an der Eisdiele in Hangelsberg. Die hauseigenen Eissorten waren äußerst lecker – vor allem Waldbeere, Alpenkaramell, Schokolade und Stracciatella. Wieder zurück in Kienbaum folgten wir dem straffen Zeitplan und gingen zum Abendessen. Da das Neoschwimmen anstand, wurde während des Essens über „Lufthunger“ im Neo, über daraus entstehende Schnappatmung und Ertrinken debattiert und schallend gelacht. Außerdem wurden mir alle gefährlichen Fischarten und ausgesetzten Tiere aufgezählt, die dort in dem See zu finden seien. Nicht gerade sehr ermutigend für jemanden, der vor dem ersten Neoschwimmen im Jahr doch eigentlich aufgebaut werden sollte. Aber letztendlich waren wir alle Drei im See und sind eine kleine Runde entlang der Kanu-Wettkampfstrecke gekrault. Den Abend haben wir in gemütlicher Runde bei Gesprächen über Paintball, Rudelgucken (die offizielle deutsche Umschreibung von Public Viewing), Rauschmittel und der Bufo Bufo Kröte – dem zukünftigen Dopingmittel der Triathleten ausklingen lassen.

Sonntag, 7.45 Uhr – Frühstück. DOB, Pelle und Sonja kamen schon von ihrer Schwimmeinheit. Anschließend ging es wieder auf die Asphaltbahn – Koppeltraining. Diesmal länger aber relativ locker und ohne nennenswerte Pausen. Die Zeit verging wie im Fluge, schon war Mittagszeit. Nach dem Abschlussfoto verließen DOB, Pelle, Sonja und Susanne die Trainingsgruppe. Dafür stieß die kleine Wanda der Kratzensteins dazu.

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Die letzte Trainingseinheit „Schwimmen“ ging noch einmal ganz schön an die Substanz aller Beteiligten. Gegen 17.00 Uhr hatten wir es geschafft. Frei im Kopf, glücklich, erschöpft und reich an Erfahrung und neuen Eindrücken.

FAZIT: Trotz eines doch recht knackigen Trainingsprogramms gab es immer eine ruhige Basis als Ausgleich. Durch die Abwechslung und Vielseitigkeit der Trainingsaktivitäten fällt die Anstrengung erst im Nachgang (Sonntagabend zu Hause) auf.

Lieber Dirk, vielen Dank für so viel Training, so viel Spaß und so viele neue Erfahrungen.