Sonstige Wettkämpfe

Ferdinand sen. in Alsdorf und bei der Mountain-Challenge

Von 25. April 2022 No Comments

Unser Vereinsmitglied Ferdinand Karnath sen. nahm im März und April an zwei Duathlons teil, von denen er hier berichtet: 

 

Mountain Challenge 2022 vom 12.03.2022:

Nach dem ersten Duathlon – Wettkampf der neun Saison (Sisu) ist vor dem zweiten Duathlon des Jahres. Auch um, wie im letzten Jahr, für den TuS-Neukölln Triathlon Berlin die Berlin – Cup Mannschaftswertung “hochzufahren” (letztes Jahr konnte ich unsere Mannschaft dadurch auf Platz 3 bringen) galt es nun wieder beim Mountain Challenge 2022 teilzunehmen und dadurch Punkte zu sammeln. Neben mir war auch Elke dabei, trotz ihrer Corona Nachwirkungen.

Es war frisch (ca.2 – 3 Grad) beim Start, sollte laut Wetterbericht aber angenehmer werden (ca.10 Grad bis Mittag). Die Strecke war beräumt von den letzten Sturmschäden und man konnte gut laufen und Radfahren und wieder laufen. Ein Manko war jedoch die Tatsache, dass einige Streckenposten nicht aufpassten, wenn Teilnehmer bei Ihnen ankamen und abbiegen mussten, deshalb aber geradeaus fuhren und einen Umweg von mehreren Kilometern machten (Hin- und Rücktour). Außerdem gab es dieses Manko auch beim zweiten Lauf, denn es liefen noch etliche Teilnehmer auf der Strecke, einige Streckenposten gingen wegen der großen Abstände davon aus, dass das Rennen schon vorbei war und verliessen ihre Plätze. So traf es neben anderen Teilnehmern mich das dritte Mal an diesem Tage mit einer Fehlleitung (1. Mal geradeaus gefahren mit einer falsch fahrenden Gruppe, 2. Mal falsch gefahren, weil mich die Streckenpostin für einen Nichtteilnehmer hielt und mit Fahne geradeaus schickte). Ein Streckenposten fehlte an einer Weggabelung mit drei Wegen, hatte alle Schilder und Bodenmarkierungen und das Abperrband entfernt und so lief ich den falschen Weg entlang und auf die Wechselzone zu. Dort geriet ich an einen Kampfrichter, dem ich sagte, dass ich falsch wäre und wie ich wo hin laufen müsste. Er schickte mich rechts an der Wechselzone vorbei den Berg hoch, doch nach 50 m hielten mich zwei andere Kampfrichter an und wiesen mich an, die Ziellinie zu überqueren. Ich tat das dann und wurde im nachhinein durch die Zeitnahme disqualifiziert, weil ich dadurch die schnellste Laufzeit des 2. Laufes hatte (1 km kürzer).

Allerdings konnte der mich anweisende Kampfrichter der BTU sich an mich erinnern und sorgte bei der Zeitnahme und dem Veranstalter dafür, dass ich in der Wertung bleibe und nicht disqualifiziert werde, da mir ein schuldhaftes Fehlverhalten nicht angelastet werden konnte. Man hatte mich falsch geleitet, wodurch ich im Gesamten sowieso schon eine längere Strecke auf dem “Tacho” hatte. Sportliche Fairness ging hier eindeutig vor, was ich ganz toll fand. Der Veranstalter gelobte Besserung hinsichtlich der Streckenführung und der eingesetzten Posten. Nächstes Jahr soll es besser gehen.

Trotz der längeren Route konnte ich mich im Gesamtergebnis um fast 18 Minuten verbessern und somit meinen Berliner Meister von 2019 verteidigen (obwohl es ja keine BM war). 

Fotos: Dirk Bettge

Alsdorf Duathlon vom 10.04.2022

Alle guten Dinge sind drei und so nahm ich den dritten Duathlon in dieser Saison “in Angriff”. Ich fuhr also mit der Familie nach Alsdorf und startete dort als einziger Starter vom TuS bei der EM und DM gleichzeitig mit der Startnummer 256. Es galt sich wacker zu behaupten in der Gruppe der M 65, die dort Lokalmatadoren waren, wie z. B. Jörg Stehle. Leider hatte ich 10 Tage vor dem Start einen so heftigen Zusammenprall beim Laufen mit einem großen Hund, dass mein linker Oberschenkel noch nicht ganz ausgeheilt war. Dort gab es eine massive Prellung meines außenliegenden vorderen Oberschenkelmuskel, wobei diese Verletzung ganze 10 Tage kein Schwimmen, Radfahren und Laufen zuließ.

Nun, gejammert wird nicht und so stand ich tapfer an der Startlinie für 10 km laufen, 60 km Radfahren und wieder 10 km laufen. Ich startete in dieser beschaulichen Kleinstadt mit gerade mal 50000 Einwohnern nach Aufruf und Starthorn. Es war eine tolle Laufrunde von 2,5 km, die vier Mal zu absolvieren war und durch die Innenstadt führte mit etlichen begeisterten Zuschauern. Das erste Mal in meiner Triathlonzeit lief ich die 10 km unter 50 Minuten, also einen echten PR, und hatte auf den Lokalmatador nur 3 Minuten Abstand. 

Dann ging es aufs Rad, wo meine “Scheibe” Premiere hatte. Ich konnte bei dem Seitenwind toll und vor allem schnell fahren. Trotz des kalten Windes war es nur mäßig bewölkt und zeitweilig sogar sonnig. Ich konnte gut radeln und hatte nach 40 Kilometern Jörg Stehle schon im Blick an der zweiten 180 Gradwende. Dann kam Kilometer 43 und in meinem linken Oberschenkelmuskel bildete sich eine Schwellung mit zunehmendem Schmerz und ständigem Verkrampfen. Ich musste also umschalten auf das rechte Bein stärker treten und mit dem linken Bein nur noch das Pedal ziehen – die Folge ist klar: Oberschenkel rechts geht zu, Hamstring links geht zu, So musste ich leider abreißen lassen und versuchen nicht zu langsam auf dem Rad zu werden. Die letzten 15 Kilometer waren eine wahre Tortur. Hier holte mich dann der spätere Zweite ein.

Danach ging es auf die Laufstrecke. Unter großen Schmerzen und ständig verkrampfenden Beinmuskeln schaffte ich es schließlich, dass mich der vierte und fünfte unserer Gruppe nicht mehr überholte. Am Ende gab es ein großes Trostpflaster: Die Bronzemedaille in der EM auf der Duathlon MD und die Bronzemedaille auf der gleichen MD im Rahmen der DM.