NachwuchsSonstige Wettkämpfe

Siege für Elke und DOB am Briesensee

Von 20. Juni 2016 No Comments

Am Briesensee fand am 18. Juni die wohl beliebteste regionale Triathlonveranstaltung statt. Es trafen sich mehrheitlich ostdeutsche Triathleten zum 27. Spreewaldtriathlon. Drei Strecken wurden angeboten. Beim Schnuppertriathlon siegte Elke bei ihrem ersten Auftritt am Briesensee. Auf der gleichen Strecke war das Podium bei den Männern fest in TuS-Hand. DOB siegte vor Renè und Erik.  Ilona startete als Einzige TuSsie auf der Kurzdistanz und wurde sechste Frau.

Ohne Bratwurst kein Triathlon

Die Bratwurst gehört zum Triathlon wie das Brandenburger Tor zu Berlin. Und der Triathlet weiß: Bratwurst ist nicht gleich Bratwurst. Messbar ist das bei der Nachfrage nach Startplätzen. Die wohl beste Bratwurst gibt es am Briesensee. Für den Spreewald-Triathlon sind regelmäßig alle Startplätze in nur wenigen Stunden vergeben. Es bleibt nur die Warteliste. Mit viel Hoffen und Bangen bekommt man noch kurzfristig eine Startnummer und gehört zu den 600 Glücklichen, die alljährlich Richtung Grill an den kleinen See nördlich des Spreewalds strömen.

Pre-Start-Leere

Pre-Start-Leere

Zwölf TuS-Starter beim Schnupper-Triathlon

Gleich zwölf  (Katrin startete unter Pseudonym) TuS-Sportler fanden sich in der Startliste des Schnuppertriathlon, der traditionell zuerst gestartet wird. Wer hier ins Rennen geht,  ist mit Sicherheit vor den Kurz-und Mitteldistanzlern am Grill.

DOB und Renè testeten ihre Form für die Sprint DM in Düsseldorf bzw. die in Erfurt beginnende Regionalliga-Saison.  Stefan und Marco wollten sich am eigenen Leib von der Leistungsentwicklung ihrer Söhne und deren Altersgenossen Nico und Erik überzeugen. Elke feierte ihr Debüt im Briesensee und testete ebenfalls für Erfurt. Sonja, in den letzten beiden Jahren Erste und Zweite, wollte nach ihrer Babypause einfach nur Spaß haben und den Wettkampf genießen. Peter konnte schon vor dem Start abhaken. Er hatte sich beim Einlaufen verletzt und stieg nach dem Rad aus.

TuSsies überzeugen beim Schwimmen

Punkt 11:00 Uhr stürzten sich 159 Sportler ins 20 Grad kalte Wasser. Die Hälfte des Feldes knüppelte drauf los wie in einem Bundesligarennen. Nach 100 Metern war der Spuk vorbei. Am Wasserausstieg lagen sieben TuSsies unter den Top Ten: Olli, DOB und Nico eine halbe Minute vor Erik, Jannik, Stefan und Renè, der das Rennen hier 2013 schon gewann. Eine weitere Minute dahinter Marco, Elke, Sonja und Peter.

DOB setzte sich auf dem Rad zunächst deutlich von unseren Jungs ab. Renè arbeitete sich mit dem schnellsten Radsplit auf die zweite Position vor. Nur 17 Sekunden nach DOB ging er auf die Laufstrecke. Stefan überholte seinen Sohn Olli und nahm 10 Sekunden Polster mit zum Laufen. Erik (11.), Marco (13.) und Nico (14.), Jannik (16.) und Elke folgten innerhalb der nächsten zwei Minuten. Sonja ließ es entspannt angehen und lief ihr Rennen locker zu Ende.

Altes Eisen rosten nicht

Unsere beiden „Veteranen“ zeigten zwar keinen Zielsprint, dennoch sind 7 Sekunden zwischen Gesamtsieger DOB und dem Zweiten Renè ein enges Rennen. Ein Doppelsieg der Generation 45+ ! Erik wurde mit bester Laufzeit (wird demnächst nicht mehr erwähnt!) Gesamtdritter.  Nico (6.), Jannik (8.) kamen noch in die Top Ten, Stefan (11.) und Marco (14.) liefen knapp dahinter ins Ziel.  Nico rannte gleich durch in Richtung der Sanitäter und erhielt das komplette Repertoire der ambulanten Intensivmedizin. Sein linkes Bein hatte nach dem Stich einer (vermutlich) Bremse seinen Durchmesser verdoppelt. Der Schrecken war schnell vergessen. Olli, nach dem zweiten Wechsel noch Fünfter, krempelte beim Laufen seinen Magen auf links und verlor dabei u.a. reichlich Zeit. Hut ab, dass er trotzdem ins Ziel lief. Von dort waren es auch 2016 nur 15 Meter zum Grill mit den leckeren Würsten.

DOB auf dem AK-Podium

DOB auf dem AK-Podium

Elke siegt dank starker Leistung auf dem Rad

Elke setzte sich auf dem Rad an die Spitze der Frauen-Konkurrenz und fuhr satte zwei Minuten Vorsprung heraus. Die Führung verteidigte sie souverän bis ins Ziel – Tagessieg! Beim Siegerinterview gab es noch Anlass zum Schmunzeln. Der Moderator hatte nach Elkes sportlichem Werdegang gefragt, sie wiederum die bisherige Saison beschrieben: „Letztens Lissabon, heute hier und nächste Woche Regionalliga in Erfurt.“ „Gleich ein Sieg beim zweiten Triathlon – nicht schlecht für eine Neueinsteigerin“, staunte der sympathische Herr vom TV Spreewald, der seit Jahren durch die Veranstaltung führt.

So sehen Sieger aus!

So sehen Sieger aus!

Kraftwerke liefern nicht nur Strom

In den Alterklasse-Wertungen hagelte es für fast alle TuSsies noch ordentlich Platzierungen und die damit verbundenen Handtücher. Erwähnenswert ist, wie knapp leider Stefan und Marco das AK-Podium verpassten. Sie wurden trotz ihrer Klasseleistung jeweils nur Vierte ihrer AK, die sehr stark besetzt waren. Stefan musste dabei einem Sportler der Betriebssportvereinigung Kraftwerk Jänschwalde den Vortritt lassen.

Bratwurststand (hinten links verdeckt)

Bratwurststand (hinten links verdeckt)

Endlich war es soweit: glücklich und erschöpft wir unsere wohlverdienten Bratwürste genießen, wahlweise mit Ketchup oder Senf eingeschlagen in einem feinen Weizenbrötchen.

Fazit: der Spreewald-Triathlon war auch 2016 wieder ein bestens organisierter und für den TuS ein erfolgreicher Wettkampf. Nach zwei durchnässten Veranstaltungen blieb es diesmal trocken. Danke auch dafür an das Team vom TV Spreewald. Erstmals kam eine Drohne zum Filmen und Fotografieren zum Einsatz. Man darf auf die Bilder gespannt sein. Und es wurden natürlich hunderte dieser riesigen, goldbraunen, der Länge nach aufgeplatzten Bratwürste an hungrige Triathleten verteilt.