Regionalliga

Teamtriathlon der Regionalliga in Görlitz am 10.7.2021

Von 22. Juli 2021 No Comments

Nach dem dezentralen Duathlon und Triathlon fand der erste „richtige“ Wettkampf der Regio in Görlitz als Teamtriathlon statt. Zuerst war ein Mannschaftszeitfahren über 40km zu absolvieren.

Nach einer längeren Pause wurde dann ein Jagdstart  mit den Abständen vom Radfahren durchgeführt. Dabei waren zuerst nacheinander 4x400m (eher 450m) zu schwimmen, dann im Team 10km zu Laufen.

Für unsere Mastersmannschaft waren Frank Manthey, Dirk-Oliver Beyer, Ryuichiro „Louis“ Iijima und Andreas Pelz am Start. Leider gab es diesmal keine Altersboni. Da Jörg im Urlaub war, musste sich so Frank mit seinen 62 Lenzen mit deutlich Jüngeren messen.

Beim Radfahren mit den ungewohnten Rennrädern kam unser Vierer trotz Zugmaschine Dirk leider nicht so richtig gut ins Rollen und fand sich anschließend mit einem Rückstand von 4:02 min auf das schnellste Mastersteam  auf einem ungewohnten 8. Rang wieder.  Schnellste waren die SiSus, die ihrer Zugmaschine Enrico Heinowsky besser folgen konnten und sich so den zwischenzeitlichen Spitzenplatz sicherten. Zweiter wurden mit 36s Rückstand unsere ärgsten Verfolger in der Gesamtwertung vom Team Fangt das Gnu, die damit virtuell an uns vorbeigezogen waren.

In der Pause galt es somit die Wunden zu lecken und in den Angriffsmodus für den zweiten Teil des Wettkampfs zu schalten und die Taktik zu besprechen. 8s vor uns war das Team aus Gera, 15s vor uns das Team von TVB 09.

Wir entschieden uns Frank als ersten Schwimmer starten zu lassen, da er durch die kurzen Abstände eine gute Orientierung hatte und ggfs. die Löcher schließen konnte. Anschließend setzten wir mit Dirk und Andreas unsere besten Schwimmer ein, die dann die etwas größeren Lücken nach vorn zu den Friesen (58s) und den Potsdamern (2:03min) verkleinern sollten. Als letzter Schwimmer wurde Louis als nominal schnellster Läufer gesetzt, da er den schnellen Wechsel vom Schwimmen zum Laufen hinlegen und dann mit den ausgeruhten Anderen die Laufstrecke in Angriff nehmen musste.

Diese Taktik ging zunächst einmal hervorragend auf. Frank schwamm 8:08min für die eher 450m Strecke, holte die beiden vor sich innerhalb kürzester Zeit ein und distanzierte sie anschließend deutlich. Zu den Friesen, die als Schwimmverein traditionell gut schwimmen, hielt er den Abstand konstant, gegenüber Potsdam hatte er fast eine Minute aufgeholt.

So ging Dirk bereits als 6. auf die Schwimmstrecke. Mit der zweitschnellsten Schwimmzeit (7:03min) konnte Dirk den Abstand nach hinten deutlich erhöhen und die Lücke nach vorne bis auf 15s zu den Potsdamern und auf 43s zu den Friesen verkürzen.

Andreas konnte mit der besten Schwimmzeit (6:51min) die beiden vor ihm liegenden überholen und somit schon als 4. an Louis übergeben. Selbst zu A3K, 2:31min vor uns gestartet, waren es nur noch 26s. Auf Potsdam hatte er den Vorsprung auf gut 1,5min ausgebaut, 12s hinter uns ging mit Sascha Krause der letzte Friesenschwimmer auf die Strecke.

Louis, im Schwimmbecken immer ganz stark, konnte leider den Wasserschatten des ihn überholenden Sascha Krause nicht nutzen. Er brauchte 8:36min. So kamen die Friesen 45s vor uns aus dem Wasser und auch Potsdam hatte den Rückstand wieder deutlich verkürzt und saß uns im Nacken.

Somit gingen wir als 5. auf die Laufstrecke. Zu den ersten Drei Teams (Sisu, Fangt das Gnu und A3K) betrug der Abstand schon 1:13min bis 1:33min, da schien nicht mehr viel zu gehen. Leider hatte Louis nach vor kurzem überstandener Krankheit beim Laufen Probleme. Trotz gemäßigtem Angangstempo von 4:20min für den ersten km konnte er den anderen Dreien nicht folgen. Er lief die Strecke sicherheitshalber durch und kam schließlich gar nicht so weit hinter den Anderen Drei ins Ziel. Das war auch wichtig, da Dirk sich seit geraumer Zeit mit Wadenproblemen rumplagt und nicht sicher war, ob er die Laufstrecke, die zudem nicht ganz einfach war, durchstehen würde.

Aber die Wade hielt zum Glück. So konnten die Friesen wieder überholt werden, bei denen der nominal stärkste Läufer Christian Eisenreich aussteigen musste. So schnell kann es gehen. Von hinten kamen jedoch die Potsdamer immer näher und hatten uns nach der Hälfte der Strecke eingeholt. Mit einer Tempoerhöhung auf dem 7. Km konnten wir sie jedoch wieder distanzieren und auch bis zum Ziel auf Abstand halten. So hatten wir uns noch auf den 4. Platz vorgekämpft.

Vorne tobte indes der Kampf um den Sieg. Nach der Hälfte der Strecke hatte Fangt das Gnu die Sisu´s überholt und sich an die Spitze gesetzt. Nur 20s dahinter auf Platz zwei A3K, dicht gefolgt von Sisu. Nach 8km dann ein neues Bild, A3K hatte die Spitze erobert, auch Sisu war wieder an Fangt das Gnu vorbeigezogen. Diese Entwicklung war gut für uns, da wie gesagt fangt das Gnu unser ärgster Konkurrent in der Gesamtwertung ist. Aber die Abstände zwischen den ersten drei waren immer noch sehr gering. Fangt das Gnu mobilisierte nochmal alle Kräfte und konnte schließlich nur 6s nach den Siegern A3K auf Platz 2 finishen. Weitere 14s später erreichte Sisu als drittes Team das Ziel.

In der Gesamtwertung hatten wir dadurch aber unsere Führung knapp mit einem Punkt Vorsprung verteidigt. Nun gilt es in den letzten beiden Wettkämpfen die Führung zu behaupten. In Oschersleben gibt es wieder Altersboni, das kommt uns entgegen, da wir mit den beiden Franks (Manthey und Wiedemann) zwei ganz starke M60er haben.

Alles in allem war es ein schöner Wettkampf bei bestem Wetter, der nach der langen wettkampffreien Zeit allen Spaß gemacht hat.

Text und Foto: Renè Landgraf